„Führer“, Verräter, entwertete Väter: Der König im deutschen Märchenspielfilm

© Verlag Dr. Kovač

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Ron Schlesinger

„Führer“, Verräter, entwertete Väter:
Der König im deutschen Märchenspielfilm

Eine figurenanalytische Betrachtung des Genres im „Dritten Reich“ und im Nachkriegsdeutschland

Schriften zur Medienwissenschaft, Band 50

1. Auflage (April 2022)




Seitenanzahl: 386
Abbildungen: 12 (schwarz-weiß, farbig)
Preis (Print/Softcover): 99,80 €
Preis (E-Book): Anfrage stellen
ISBN (Print): 978–3–339–12710–5
ISBN (E-Book): 978–3–339–12711–2
Herausgeber: Verlag Dr. Kovač
Rezensionsexemplar: E-Mail an Ron.Schlesinger(ät)gmx.net

Der Märchenfilm gilt weithin als naiv, harmlos, unverfänglich. Dabei ist das Genre, egal ob es sich an Kinder oder Erwachsene wendet, in der Lage, abstrakte Phänomene einer gesellschaftlichen Wirklichkeit bewusst oder unbewusst visuell zu konkretisieren. Die Studie geht im Kern der Frage nach, mit welchen filmischen Mitteln Figuren – hier: der väterliche König – im deutschen Märchenfilm charakterisiert werden, sodass diese im Kontext ihrer Entstehungszeit weltanschauliche Tendenzen gleichnishaft erfassen.

1. Einführung [15]

2. Historischer Teil [51]

2.1 Kontext: Nationalsozialismus (1933–1945) [51]
2.2 Kontext: West-Alliierte BZ (1945–1949)/BRD (1949–1965) [80]
2.3 Kontext: SBZ (1945–1949)/DDR (1949–1965) [118]

3. Analytischer Teil [155]

3.1 Die Figur im Märchen [155]
3.2 Die Figur im Film [163]
3.3 Vom Stoff zum Film [170]
3.4 Figur als fiktives Wesen [172]
3.5 Figur als Artefakt [182]

4. Filmbeispiel 1 [191]

Der kleine Muck – ein Märchen für große und kleine Leute (D, 1944, R: Franz Fiedler)

5. Filmbeispiel 2 [229]

Der Froschkönig (BRD, 1954, R: Otto Meyer)

6. Filmbeispiel 3 [269]

Das Feuerzeug (DDR, 1959, R: Siegfried Hartmann)

7. Resümee und Ausblick [313]

8. Anhang [327]

Diese Arbeit wurde 2019 im Fach Medienwissenschaft der Fakultät I der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF als Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Philosophie (Dr. phil.) angenommen und verteidigt („cum laude“).