Schloss Lichtenstein in Baden-Württemberg ist einer der Drehorte für die ARD-Verfilmung „Dornröschen“ / © Dieter Poschmann / pixelio.de

Märchenhafte Drehorte: Wo Dornröschen wach geküsst wird

Dass Dornröschen in einen 100-jährigen Schlaf fiel, weiß jeder. Aber in welchen Schlössern schlummerte die Schöne in den vielen deutschen Märchenfilmen? Eine Entdecker-Tour zu den Schauplätzen und Drehorten.

Das Märchen von der Königstochter, die nach dem Stich an einer Spindel in einen tiefen Schlaf fällt, zählt zu den meist adaptierten Märchen weltweit. Allein in Deutschland ist „Dornröschen“ bis heute mehr als 10-mal verfilmt – und oftmals wurden malerische Schlösser, Burgen oder Villen, die sonst Touristen erobern, zu märchenhaften Filmkulissen. In denen wird Dornröschen von einem wagemutigen Königssohn wach geküsst.

Berlin-Tempelhof: Weihnachtsmärchen „Dornröschen“ (1917)

Dornröschen (1917): Werbeplakat / © PAGU

Dornröschen (1917): Werbeplakat / © PAGU

Eine der ersten überlieferten Verfilmungen ist allerdings zu einem Großteil nicht an Außenschauplätzen, sondern im Atelier gedreht. Im Jahr 1917 setzt Paul Leni sein „Dornröschen“ in den Tempelhofer Studios der Filmfirma Projektions-AG Union (PAGU) in Szene. Kein Wunder, denn der damals 32-Jährige hat sich zu diesem Zeitpunkt als Filmarchitekt und Kulissenmaler bereits einen Namen gemacht. Seine Atelierdekors kommen gut an.

In „Dornröschen“ übertrifft er sich dann selbst. Das gelingt auch dank eines üppigen Budgets, das für den Film zur Verfügung steht. Als das Märchen kurz vor Weihnachten 1917 in den Kinos startet, ist die Filmpresse voll des Lobes. Die Szenen erinnern an „lebendig gewordene Bilder alter Meister“, in denen die Schauspieler – unter ihnen Harry Liedtke als Prinz und Käthe Dorsch als Königin – in „kunstvoll entworfenen Innenräumen“ (Lichtbild-Bühne) agieren.

Film: Dornröschen (D, 1917, R: Paul Leni). Ist erhalten, noch nicht auf DVD/Blu-ray erschienen.

Drehort: Union-Glashaus, Oberlandstraße 26–35, 12099 Berlin-Tempelhof (Innenaufnahmen)

Nymphenburg/München: „Dornröschen“ (1929/34) wird verboten

Dornröschen (1929/34): Der Prinz (Fritz Henning) findet die schlafende Prinzessin (Dorothy Douglas) im Turm.

Dornröschen (1929/34): Der Prinz (Fritz Henning) findet die schlafende Prinzessin (Dorothy Douglas) im Turm.


Am Ende der Stummfilmära produziert die Münchener Firma Mercedes-Film (Karlstraße 8) ihre Version des Grimm’schen Märchens. Die Regie übernimmt Carl Heinz Rudolph, der mit Filmen wie „Drei Mädels und ihre Freier“ (1928) im Komödienfach zuhause ist. Die Innenaufnahmen für „Dornröschen“ (1929) entstehen vermutlich in den Münchener Emelka-Ateliers, die später in die heute noch existierenden Bavaria-Filmstudios umbenannt werden.
Dornröschen (1929/34): Die Prinzessin (r.) steht mit ihrer Kammerzofe auf einer Brücke im Schlosspark Nymphenburg.

Dornröschen (1929/34): Die Prinzessin (r.) steht mit ihrer Kammerzofe auf einer Brücke im Schlosspark Nymphenburg.


Dornröschen (1929/34): Die Außenansicht der Burg Grünwald dient als Schloss, in dem die Titelfigur schläft.

Dornröschen (1929/34): Die Außenansicht der Burg Grünwald dient als Schloss, in dem die Titelfigur schläft.


Einige Außenszenen werden im Schlosspark Nymphenburg gedreht – in der Nähe des Apollotempels und der Pagodenburg sowie auf einer Brücke über den südlichen Kanal in der Nähe der Badenburg. Dennoch wird der Film von der Kritik verrissen. Zwar lobt der „Bildwart“, das Märchen sei „hinsichtlich seines Milieus und seiner Trachten sehr sorgfältig inszeniert“, aber das unbeholfene Schauspiel der Darsteller erntet nur Kopfschütteln.
Dornröschen (1929/34): Die Titelfigur (r.) bestaunt den Spinnrocken / Quelle: Modenschau (Nr. 211/1930)

Dornröschen (1929/34): Die Titelfigur (r.) bestaunt den Spinnrocken / Quelle: Modenschau (Nr. 211/1930)


Im Oktober 1934 – die Nationalsozialisten sind mittlerweile an der Macht – soll „Dornröschen“ nachsynchronisiert erneut in den Kinos starten. Doch die Film-Prüfstelle, die darüber entscheidet, ob Filme öffentlich gezeigt werden dürfen, verbietet die Wiederaufführung. Der Grund: Sie wolle die Jugend vor einer Verkitschung deutschen Volksgutes bewahren. Dagegen wehrt sich die Berliner Rautenfilm GmbH, die jetzt die Filmrechte besitzt – allerdings ohne Erfolg.

Film: „Dornröschen“ (D, 1929/34, R: Carl Heinz Rudolph). 28 Minuten des 67-minütigen Film sind erhalten und können im Bundesarchiv-Filmarchiv Berlin gesichtet werden.

Drehorte: u. a.

  • Emelka-Ateliers, 82031 Geiselgasteig bei München (heute: Bavaria Film GmbH) (Innenaufnahmen)
  • Burg Grünwald, Zeillerstraße 3, 82031 Grünwald bei München (Außenaufnahmen)
  • Schlosspark Nymphenburg, Neuhausen-Nymphenburg, 80638 München (Außenaufnahmen) u. a.:
  • Apollotempel mit Badenburger See
  • Brücke über den südlichen Kanal in der Nähe der Badenburg
  • Pagodenburg am Nordufer des nördlichen Sees

Hinweis: Die Drehorte (Burg Grünwald) wurden dank eines Leserhinweises aktualisiert.

Löwenburg/Kassel: Von Marlene zu „Dornröschen“ (1936)

Obwohl die Sababurg zwischen Göttingen und Kassel im Volksmund auch das Dornröschenschloss genannt wird, wurde hier noch kein Film über die schlafende Prinzessin gedreht. Die nur wenige Kilometer entfernte Löwenburg im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe ist dagegen schon in den frühen 1920er-Jahren eine gefragte Filmkulisse.

Dornröschen (1936): Die Löwenburg – heutige Ansicht – dient damals als Drehort / © Christine Schmidt/pixelio.de

Dornröschen (1936): Die Löwenburg – heutige Ansicht – dient damals als Drehort / © Christine Schmidt/pixelio.de


So dreht Georg Jacoby hier Szenen für seinen Historienfilm über Jérốme Bonaparte, den Bruder Napoleons („So sind die Männer“, D, 1922). Darin hatte auch Marlene Dietrich ihre erste kleine Kinorolle als Zofe. Sieben Jahre später verwandelt sie sich zum Vamp in „Der blaue Engel“ – allerdings nie in das „Dornröschen“. Diese Rolle übernimmt 1936 die Schauspielerin Ilse Petri.
Dornröschen (1936): Der Prinz (Peer Baedeker) will die Prinzessin (Ilse Petri) aus ihrem Schlaf wecken / Quelle: SDK

Dornröschen (1936): Der Prinz (Peer Baedeker) will die Prinzessin (Ilse Petri) aus ihrem Schlaf wecken / Quelle: SDK


Auch wenn die Löwenburg einer englischen Ritterburg aus dem Mittelalter täuschend ähnlich sieht, so wird sie erst zwischen 1793 und 1801 erbaut. Die damaligen Architekten trimmen die Fassaden mit Teilen von abgebrochenen gotischen Kirchen auf uralt, damit es „echt“ aussieht.

Zweifellos die perfekte Kulisse für einen Märchenfilm wie „Dornröschen“, der im Juli 1936 in der Löwenburg entsteht. Der 75-minütige betulich wirkende Streifen ist heute vor allem wegen seines Drehorts bedeutsam. Er zeigt die Löwenburg vor dem Zweiten Weltkrieg, in dem die Anlage zum Teil zerstört wurde. Doch: Die Burg wird Schritt für Schritt wieder instandgesetzt. Das würde auch Dornröschen freuen.

Film: „Dornröschen“ (D, 1936, R: Alf Zengerling). Noch nicht auf VHS/DVD erschienen.

Drehort: Löwenburg, Schlosspark 9, 34131 Kassel

Literatur: Ron Schlesinger (Hrsg.): Rotkäppchen im Dritten Reich. Die deutsche Märchenfilmproduktion zwischen 1933 und 1945. Ein Überblick. Berlin, 2014. Mehr

Villa Monheim/Berlin (West): „Dornröschen“ (1955) in Agfa-Color

Dass sich auch eine bürgerliche Villa in ein Märchenschloss verwandeln lässt, zeigt das westdeutsche „Dornröschen“ aus dem Jahr 1955. Damals entscheidet sich Regisseur und Märchenfilmproduzent Fritz Genschow als Drehort für die Villa Monheim auf Schwanenwerder – eine 25 Hektar große Insel in der Havel am Ausgang des Großen Wannsees.

Dornröschen (1955): Fee (Elfe Schneider) und Prinzessin (Angela v. Leitner) / © Medienproduktion/Vertrieb Genschow

Dornröschen (1955): Fee (Elfe Schneider) und Prinzessin (Angela v. Leitner) / © Medienproduktion/Vertrieb Genschow


Das zweistöckige Anwesen, das an ein modernes Barockschlösschen erinnert, wird bereits 1925/26 für die Schwanenwerder Erholungsheim AG gebaut. Später erwirbt der Schokoladenfabrikant Richard Monheim die Villa – der ihr auch den Namen gibt. Da das Grundstück einen malerischen Zugang zum Wasser hat, wird ein Großteil der Filmszenen im Park der Villa gedreht, auf der dem See zugewandten Seite des Hauses.
Dornröschen (1955): König (Fritz Genschow) und Königin (Karin Hardt) / © Medienproduktion/Vertrieb Genschow

Dornröschen (1955): König (Fritz Genschow) und Königin (Karin Hardt) / © Medienproduktion/Vertrieb Genschow


Die romantische Kussszene, in der Dornröschen (Angela von Leitner) vom Prinzen Frohgemut (Gert Reinholm) geweckt wird, entsteht allerdings nicht im schlossartigen Hauptgebäude der Anlage. Das hat dem Märchenfilm aber nicht geschadet: Die Adaption wird von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichnet – trotz einiger Vorbehalte.

Die heute angestaubt wirkende Verfilmung punktet vor allem mit ihren „schönen pastellfarbigen Bildern“ (Filmdienst), die durch das Agfa-Color-Verfahren möglich werden. Zudem ist Genschows „Dornröschen“ die erste deutsche Farbversion dieses Märchens – auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs. Die Villa ist auch heute noch im Privatbesitz und wird von der Monheim-Erbin und bekannten Mäzenin Barbara Monheim bewohnt.

Film: „Dornröschen“ (BRD, 1955, R: Fritz Genschow). Ist auf VHS/DVD erschienen.

Drehorte: u. a.

  • Atelier Wannsee (Innenaufnahmen)
  • Villa Monheim, Inselstraße 5, 14129 Berlin-Schwanenwerder (Außenaufnahmen)

Literatur: Ingo und Ursula Krüger: Landhäuser & Villen. Berlin, Potsdam. Nr. 4: Kolonie Wannsee, Strandbad Wannsee, Schwanenwerder. Aschenbeck & Holstein. Delmenhorst, 2006.

Schloss Hartenfels/Torgau: Blaue Vorhänge für „Dornröschen“ (1971)

„Dornröschen kam endlich an einen alten Turm. Es stieg die enge Wendeltreppe hinauf und gelangte zu einer kleinen Türe“, so heißt es bei den Grimms. In der „Dornröschen“-Verfilmung der DEFA von 1970 steigt Prinzessin Rosalinde (Juliane Korén) aber keine enge Wendeltreppe, sondern den imposanten Großen Wendelstein im Schloss Hartenfels empor – um nach einem Stich an der Spindel in den 100-jährigen Schlaf zu fallen.

Dornröschen (1971): Die Titelheldin (Juliane Korén, r.) mit der 13. Fee (Vera Oelschlegel) im Atelier / Quelle: cinema.de

Dornröschen (1971): Die Titelheldin (Juliane Korén, r.) mit der 13. Fee (Vera Oelschlegel) im Atelier / Quelle: cinema.de


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Drehort Torgau: Märchenklassiker, Grönemeyer-Film, Jugendwerkhof-Drama

Der Wendelstein ist eine spiralförmige freitragende Treppenanlage ohne mittlere Stütze. Bereits nach ihrer Fertigstellung um 1536 gilt sie als technisches Meisterwerk. Als die Treppe mehr als 400 Jahre später zur Filmkulisse wird, lässt Regisseur Walter Beck zusätzlich riesige blaue Stoffvorhänge anbringen.

Dornröschen (1971): Der Wendelstein im Schloss Hartenfels – hier im Jahr 2015 / © Ron Schlesinger

Dornröschen (1971): Der Wendelstein im Schloss Hartenfels – hier im Jahr 2015 / © Ron Schlesinger

Kurze Zeit nach den Dreharbeiten wird der Wendelstein, der zentral im Hof des Renaissanceschlosses Hartenfels liegt, wegen Baufälligkeit gesperrt. Nicht hundert, aber immerhin mehr als zwanzig Jahre verharrt die Treppe im Dornröschenschlaf. Erst nach dem Ende der Restaurierung 2004 können Märchenfans wieder auf den Spuren des Dornröschens wandeln und den Wendelstein besteigen.

Wer den Film kennt, wird schnell merken, dass nur wenige Szenen im Schlosshof und von der Wendeltreppe entstehen. Da diese aber geschickt mit Studioaufnahmen verbunden sind, fällt das nicht weiter auf. Im August 2009 kehrt „Dornröschen“ für kurze Zeit ins Schloss Hartenfels zurück – in einem märchenhaften Musical. Und drei Jahre später erinnert die Sonderausstellung „Dornröschen – ein DEFA-Märchen auf Schloss Hartenfels“ (2012/13) im Torgauer Stadt- und Kulturgeschichtlichen Museum an den Drehort.

Film: „Dornröschen“ (DDR, 1971, R: Walter Beck). Ist auf VHS/DVD/Blu-ray erschienen.

Drehorte: u. a.

  • Schloss Hartenfels, Innenhof, Schlossstraße 27, 04860 Torgau (Außenaufnahmen)
  • VEB DEFA Studio für Spielfilme, 1502 Potsdam-Babelsberg, August-Bebel-Straße 26–53 (Innenaufnahmen)

Schloss Hluboká/ČSSR: „Dornröschen“ (1990) als Koproduktion

„Dornröschen“ zählt auch zu den Vorlagen, die das ZDF in den 1980er-Jahren in europäischen Koproduktionen neu verfilmt. Hans-Dieter Radke aus der damaligen ZDF-Redaktion „Kinder und Jugend“ will mit den anspruchsvollen TV- und Kinofilmen „große und kleine Zuschauer gleichzeitig ansprechen“. Auch deshalb werden Starschauspielerinnen wie Judy Winter und Milena Dvorská (Wie man Prinzessinnen weckt, ČSSR, 1977) verpflichtet.

Dornröschen (1990): Prinz Wilhelm (Gedeon Burkhard) möchte die Prinzessin aus ihrem Schlaf wecken / © KSM GmbH

Dornröschen (1990): Prinz Wilhelm (Gedeon Burkhard) möchte die Prinzessin aus ihrem Schlaf wecken / © KSM GmbH


Zudem entstehen für den deutsch-tschechoslowakisch-französischen Märchenfilm aufwändige Außenaufnahmen auf dem Gebiet des heutigen Tschechiens. Darunter ist das Schloss Hluboká (Schloss Frauenberg) – eine neugotische Anlage im Tudor-Stil. Hier lebt Dornröschen (Dana Dinková) mit seinen Eltern, bevor sich der Fluch der Schicksals-Fee erfüllt. Am Ende wird die Prinzessin vom damals 20-jährigen Gedeon Burkhard („Kommissar Rex“) gerettet.

Film: „Dornröschen“ (BRD/ČSSR/F, 1990, R: Stanislav Párnicky). Ist auf VHS/DVD erschienen.

Drehort: u. a. Schloss Hluboká (Schloss Frauenberg), 373 41 Hluboká nad Vltavou, Tschechien

Schloss Moosham/Österreich: „Dornröschen“ (2008) liest da Vinci

Knapp zwanzig Jahre später verfilmt das ZDF erneut „Dornröschen“ für seine Reihe „Märchenperlen“, jetzt in einer deutsch-österreichischen Koproduktion. So entstehen fast alle Innen- und Außenaufnahmen im Salzburger Land. Darunter befindet sich auch die Burg Finstergrün, eine Felsenburg nahe Ramingstein. Die Taufe von Prinzessin Rosalinde – dem späteren Dornröschen (Anna Hausburg) – findet in der St.-Rupert-Kirche von Weißpriach statt.

Dornröschen (2008): Drehort für die Taufe – hier mit der 13. Fee (Nicole Adele Spiekermann), Königin Ute (Christine Urspruch) und König Arthur (Dirk Bach) – ist die St.-Rupert-Kirche von Weißpriach / © ZDF/Christian Schneider

Dornröschen (2008): Drehort für die Taufe – hier mit der 13. Fee (Nicole Adele Spiekermann), Königin Ute (Christine Urspruch) und König Arthur (Dirk Bach) – ist die St.-Rupert-Kirche von Weißpriach / © ZDF/Christian Schneider


Regisseur und Drehbuchschreiber Arend Agthe legt die Titelfigur durchweg modern an: Sie ist forsch, wissbegierig, unprätentiös und liest da Vinci. Das schützt Dornröschen dennoch nicht vor dem Fluch der 13. Fee. Es schläft hundert Jahre auf dem malerischen Schloss Moosham. Prinz Frederik (Moritz Schulze) hat wie Dornröschen auch ein Faible für Erfinder und Erfindungen – und versucht via Heißluftballon in das Schloss der Prinzessin zu gelangen.

Film: „Dornröschen“ (BRD/AT, 2008, R: Arend Agthe). Ist auf DVD erschienen.

Drehorte: Salzburger Land u. a.

  • Burg Finstergrün, Burgstraße 65, 5591 Ramingstein, Österreich
  • Burg Mauterndorf, 5570 Mauterndorf, Österreich
  • Schloss Moosham, 13, Moosham, 5585 Unternberg, Österreich
  • St. Rupert, St. Rupert 1, 5573 Weißpriach, Österreich

Schloss Lichtenstein/Honau: „Dornröschen“ (2009) und „Prinz Fynn“

Last but not least: Die vorerst letzte „Dornröschen“-Verfilmung, hier von der ARD für ihre Reihe „Sechs auf einen Streich“, ist die bislang gelungenste. Bereits die narrative Struktur der Geschichte bricht mit den bisherigen Adaptionen: Die Ereignisse von Dornröschens (Lotte Flack) Geburt bis zu dem Tag, an dem es – auf der Burg Lichtenstein – in den 100-jährigen Schlaf fällt, werden in einer Rückblende erzählt.

Dornröschen (2009): Prinzessin Myrose (Lotte Flack). Der Fluch erfüllt sich auf der Romantikburg Lichtenstein / © SWR

Dornröschen (2009): Prinzessin Myrose (Lotte Flack). Der Fluch erfüllt sich auf der Romantikburg Lichtenstein / © SWR


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Angelehnt an die Titelfigur der US-Comicserie „Prinz Eisenherz“, der aus seinem Zuhause vertrieben wird und als Knabe an Artus’ Hof nach Camelot gelangt, kommt der 15-jährige Fynn (François Goeske) an den Ritterhof von Prinz Erik (Niklas Osterloh): Drehort ist die Burg Hohenzollern. Dort arbeitet Fynn – der nicht ahnt, dass er ein Prinz von Hagenberg ist – als Stallbursche. Sein Onkel (Michael Hanemann) bildet ihn zum Ritter aus, dass er eines Tages die Dornenhecke mit seinem Schwert durchdringen kann.

Film: „Dornröschen“ (BRD, 2009, R: Oliver K. Dieckmann). Ist auf DVD erschienen.

Drehorte:

  • Burg Hohenzollern, 72379 Burg Hohenzollern
  • Freilichtmuseum Beuren, 72660 Beuren
  • Schloss Lichtenstein, Schloss Lichtenstein 1, 72805 Lichtenstein
  • Umland von 72574 Bad Urach

Verwendete Quellen:

  • Boje: Filmschau. Dornröschen. In: Der Bildwart 8 (1930), H. 6, S. 256.
  • Dornröschen (1955). In: Filmdienst. (abgerufen: 29.2.2020)
  • Gandert, Gero (Hrsg.): Der Film der Weimarer Republik 1929. Ein Handbuch der zeitgenössischen Kritik. Im Auftrag der Stiftung Deutsche Kinemathek. Berlin/New York, 1993, S. 760.
  • Haus Monheim. In: Landesdenkmalamt Berlin. (abgerufen: 26.10.2022)
  • [o. A.]: Dornröschen. In: Lichtbild-Bühne 10 (1917), Nr. 51, 22.12.1917. (abgerufen: 29.2.2020)
  • [o. A.]: Paul Lenis „Dornröschen“. In: Die Cavallerotti. Kulturnetzwerk e. V. (abgerufen: 18.4.2023)
  • [o. A.]: Ufa-Tempelhof, Tempelhof, Oberlandstraße 26–35. In: CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V.: Berliner Film-Ateliers. Ein kleines Lexikon. (abgerufen: 29.2.2020)
  • Schmitt, Christoph: Die Welt des Märchens – neuer Programmschwerpunkt des Zweiten Deutschen Fernsehens. Gespräch mit Hans-Dieter Radke, Redaktion „Kinder und Jugend“. In: Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz (KJK) 8 (1987), H. 30–2.
  • Zensurentscheidung: Dornröschen (1934). In: Zensurgutachten der Berliner Film-Oberprüfstelle. Deutsches Filminstitut (DIF). (letztmalig aktualisiert: 12/2001, abgerufen: 29.2.2020)

    Headerfoto: Schloss Lichtenstein in Baden-Württemberg ist einer der Drehorte für die ARD-Verfilmung „Dornröschen“ (2009) / © Dieter Poschmann / pixelio.de

    Dieser Beitrag wurde am 17. Mai 2024 aktualisiert.

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